Weinstein-Gästehaus

Weinsteinhaus

 Robert-Weinstein-Haus

Das Robert-Weinstein-Haus in der Obergasse 29 soll als Gästehaus für Besucher des Synagogue Center Felsberg dienen.

Besucher aus dem Lande und der Welt können hier übernachten. Deutsche und internationale Künster werden hier wohnen und sich kreativ mit Kunst, Geschichte, Kultur, Landschaft und Religion auseinandersetzen. Ein Stipendium für einen Felsberger Stadtschreiber ist denkbar, falls sich ein Spender oder eine Stiftung findet.

Das stattliche Fachwerkhaus in der Obergasse, ehemaliger Sitz der Apotheke in Felsberg, wurde 1648 nach der Zerstörung im 30-jährigen Krieg wiederhergestellt. Im Hofgarten befindet sich der Zugang zu einem Gewölbekeller aus dem 13. Jahrhundert. Das Haus befand sich bis 1933 im jüdischen Besitz.

Das Haus wurde im Jahre 2014 von den Kindern von Ursula and Walter Hentschker in ehrfürchtigem Angedenken an die aus Felsberg vertrieben jüdischen Mitbürger an den Verein „Rettet die Synagoge Felsberg, e.V“ Nordhessen verschenkt.

Im Moment steht das Haus leer und ist renovierungsbedürftig. Unter der Leitung des Vereinsvorsitzenden Christopher Willing wird das Haus wieder hergerichtet, sobald Spendengelder es erlauben.

Robert Weinstein

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Robert Weinstein

Am 8. November 1938 (einen Tag früher als an den meisten anderen Orten in Deutschland) kam es zu einem Pogrom gegen die 18 noch in der Stadt Felsberg lebenden jüdischen Personen. Der Felsberger jüdische Mitbürger Robert Weinstein wurde zum ersten Todesopfer in den November Programmen 1938 im Deutschen Reich. Am 8. November 1938 (einen Tag früher als an den meisten anderen Orten in Deutschland) kam es zu einem von Berlin und der Gauleitung Kurhessen der NSDAP gesteuerten “spontanen ” Pogrom gegen die 18 noch in der Stadt Felsberg lebenden jüdischen Personen. Dabei starb der schwer kranke Robert Weinstein, der aus seinem Haus in der Obergasse aus dem Bett gezerrt und durch die Straßen getrieben wurde, an einem Herzinfarkt. In Gedenken an Robert Weinstein weihte die Stadt Felsberg am 8. November 2013 den Robert Weinstein Platz in der Untergasse ein.

Presse:

http://www.hna.de/lokales/melsungen/leerstehendes-gebaeude-soll-gaestehaus-juedisches-kulturzentrum-felsberg-werden-3593710.html

http://www.hna.de/lokales/melsungen/felsberger-platz-wird-nach-pogrom-opfer-benannt-3207825.html

http://www.hna.de/lokales/fritzlar-homberg/jahre-nach-pogromnacht-verein-plant-begegnungszentrum-3209861.html

Ehemalige jüdische Bewohner des Weinstein Hauses in der Obergasse 29

(Quelle: Geburts-, Sterbe-, Friedhofsreg. der Jüdischen Gemeinde Felsberg – Gensungen, Christian Lehmann, cris.lehmi@googlemail.com)

Kruk Obergasse 29 -alle:

Isaak Kruk *03.07.1866 in Kolema, Galizien; H: Malchen *1878; K:

Bertha *1901, Minna *1907, Siegmund *1912; verz. 31.1.1939 n. Kassel:

Graben, 18.04.1939 Zentgrafenstr. 5, Schicksal unbekannt

 Malchen *22.04.1878 in Niedenstein; H: Isaak Kruk *1866; K: Bertha

*1901, Minna *1907, Siegmund *1912; verz. 31.1.1939 n. Kassel: Graben,

18.4.1939 Zentgrafenstr. 5, 15.8.1940 Lager Wartekuppe; Schicksal unbekannt

Minna Kruk *12.10.1907 in Fel; T d Isaak *1866 u d Malchen *1878;

Schw d Bertha *1901, Siegmund *1912; emigr. 24.8.1938 n. USA

 Siegmund Kruk *06.02.1912 Fel; S d Isaak *1866 u d Malchen *1878;

Br d Bertha *1901, Minna *1907; verz. 5.9.1935 n. Frankfurt/M; Schicksal unbekannt